Sonntag, 8. Juli 2007

K.I.Z. im Interview - Dienstag in der Sendung!

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"Das Make-Up deiner Mutter macht meinen Sack zum Regenbogen."
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Diese Textzeile, aus dem Track "Hurensohn", von der Berliner Gruppe K.I.Z., hat mir mal schweren Ärger eingebracht...mir wurde, nach der Zitation auf offener Straße, die Nase blutig geschlagen...das erste, und bisher einzige Mal in meinem Leben...Grund genug einmal nachzufragen, was die Herren von K.I.Z. von der Wirkung ihrer Texte halten.
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Am Samstag waren K.I.Z bei der Rheinkultur, dort konnte ich sie nach ihrem Auftritt interviewen.
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K.I.Z. sind 2005 bekannt geworden durch die kostenlosen Tracks "Hurensohn" und "Was willst du machen", seitdem geht es mit Tarek, Maxim, Nico und DJ Craft kräftig aufwärts. Nach dem ersten Album "RapDeutschlandKettensägenmassaker", kam dieses Jahr noch das Mixtape "Böhse Enkelz" raus, bevor es am 10.8. das neue Studioalbum "Hahnenkampf" geben wird.
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K.I.Z. lieben Fleisch und hassen alle anderen, das zumindest haben sie mir erzählt....was K.I.Z. noch alles zu sagen hatten, hört ihr am Dienstag in der beat-ritze.
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Die Jungs sind übrigens sehr entspannt und hatten unentwegt ein leichtes Lächeln im Gesicht. Wenn allerdings Kameras auf sie gerichtet sind, ziehen die ein Gesicht, wie drei Tage Regenwetter:

Nico_von_KIZ
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Das Interview mit K.I.Z. am Dienstag, in der zweiten Halbzeit der beat-ritze.
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Wer vorher schonmal was über K.I.Z. erfahren möchte, dem seien folgende Seiten empfohlen:

K.I.Z. Homepage
K.I.Z. auf Royalbunker (Label)
K.I.Z. bei myspace

Donnerstag, 5. Juli 2007

Oma Bestellen!

Und direkt ins Haus liefern lassen.

Pizza bestellen ist eine Sache, aber jetzt kann man sich auch Rentner bestellen und auch liefern lassen.

Ich zum Beispiel würde gerne mal den Musikantenstadl sehen, aber bisher wollte niemand mit mir gucken...aber jetzt bestell ich mir einfach einen tattrigen Rentner und wupp ist das Problem gelöst. Und das schönste an der Sache ist, dass die bestellten Rentner direkt ins Haus geliefert werden:

2007-07-06-moses

Für die Moblilität der Rentner wird hingegen keine Garantie übernommen...

Mittwoch, 4. Juli 2007

Kindertag bei der beat-ritze

Eieiei, und noch n Ei. Kleine Menschen, auch Kinder genannt, sind schon eine knuffige Sache, aber nur für ungefähr eine Stunde, danach wird es echt anstrengend. Wir hatten gestern Besuch von der Ferienfreizeit "Abenteuerspielplatz Uni":


Unser Respekt gilt allen Eltern, oder anderen Personen, die ihren gesamten Tag mit 6-7 jährigen Kindern verbringen müssen. Die können einem echt Löcher in den Bauch fragen, und nicht so 08/15-Fragen, sondern Fragen vom Kaliber "Wieso gehen die Boxen im Studio aus, wenn das Mikro angeht?"

Die geben sich nicht damit zufrieden, dass das halt an der verdammten Rückkopplung liegt...die wissen ja nicht einmal, was Rückkopplung ist. Versucht mal Rückkopplung zu erklären, ohne Beispiele zu benutzen (Rueckkopplung@beat-ritze.de).

Und LAUT sind Kinder, waren wir früher auch so laut? Ich hab direkt mal meine Mudda angerufen, um nachzufragen. Sie meinte, ohne die Kinder gehört zu haben: "Ihr wart sogar noch lauter! Ihr wart so laut.." dann hab ich wieder aufgelegt...

Wegen der 210 Kinderfinger im Studio, die es zu bändigen galt, hat unsere Sendung gestern mit einer Minute Verspätung angefangen:




Kleine, kinderbedingte Verspätung (0:35)


Fußball und Tokio Hotel sind die Reizthemen einer jeden Generation, und genauso ist es bei den Rackern (das Wort klingt eigentlich zu liebenswürdig...):




Kinder sind schwer zu steuern... (3:41)


Da waren wir schon ganz schön am Ende mit den Nerven, als die Winzling-Bande dann endlich weg war. Und die sind am Vormittag schon auf einem Spielplatz gewesen...

Was lernen wir daraus?

Verhütungsmittel sind ein Segen!

Sonntag, 1. Juli 2007

Von Nichts eine Ahnung, aber zu Allem eine Meinung

Ich hatte vor ein paar Jahren mal einen Traum.

Ich saß in einem Flugzeug. Kurz vor dem Start meldete sich der Pilot über die Kabinenlautsprecher, ganz so, wie es gute Sitte ist:

Sehr geehrte Damen und Herren, im Namen der Lufthansa begrüße ich Sie an Bord der Landshut auf dem Flug von Castrop-Rauxel nach Wuppertal. Ich bin der Pilot, mein Name ist Stevie Wonder und ich freue mich, Ihnen meinen Co-Piloten Ray Charles vorzustellen....

Heissa, da war ich aber wach.

Und jetzt ist der Albtraum wahr geworden:


Link: sevenload.com

Vor allem bei Frau Zypries wundert mich jetzt überhaupt nichts mehr. Sie ist übrigens Morgen um 19.30 Uhr in Aachen in den Kurparkterrassen. Wer ihr also die Welt erklären möchte: Nur zu.

Zur Thematik passend noch etwas, das ich vor zwei Wochen beim popkulturjunkie las. Auch hier: Mich wundert nichts mehr.

Samstag, 30. Juni 2007

Zwei Worte, die tief blicken lassen.

Manchmal tut es weh, Zeitung in einer Kleinstadt zu lesen. So wie heute.

Da stolpere ich eben über diesen Artikel. Bei der Lektüre folgender Passage

Denn zunehmend beherrschte «die Szene» den Ort , samt Alkohol, dem entsprechenden Begleitlärm, Drogen wahrscheinlich, da verdreckte Spritzen herumlagen. Kinder und Mamas und Omas mieden die grässliche Ecke. Hier trauten sie sich nicht hin, hier hatten sie Angst. Ein sozialer Brennpunkt.

zog sich mir schon einiges zusammen. Richtig bitter wird es allerdings erst am Ende. Der Autor lässt es sich nicht nehmen, Obdachlose, drogen- und alkoholkranke Menschen flugs mit der Bezeichnung "abstoßende Szene" abzuwatschen. Dass Stammtische so reden, ist bekannt, traurig genug und nur schwer zu ändern.

Dass neuerdings auch Journalisten in dieser Art polemisieren, das ist bitter.

Ich habe natürlich gleich meine Meinung dagelassen. Zu lesen unter diesem Link.

Freitag, 29. Juni 2007

Das schlägt dem Fass die Hoden aus...oder: Wollen die mich verarschen?

Beim Bildungssender RTL gibt es eine neue Sendung im Programm. "Entern oder Kentern" heißt das neue Format bei der luxemburgischen Intelligenzoffensive.

Es reichen zwei Worte, um das "neue" Format zu beschreiben: Takeshi's Castle.

Takeshi's Castle lief Ende der 90er im DSF (oder heißt es beim DSF, oder auf DSF??? ich werde es rausfinden...) immer nachmittags, wenn der gelangweilte Schüler, der ich damals war, auf der Couch lag und nichts mit sich anzufangen wusste. Es war aufgrund der damaligen Talkshow-Invasion kein schlechtes Programm für ne Viertelstunde. Hunderte Japaner suhlten sich im Schlamm, oder sind vom Fahrrad ins Wasser gefallen. Ziel der Show war es, dass die am Ende übriggebliebenen Kandidaten versuchten, Takeshi's Castle einzunehmen.

Bei RTL hat man aus Takeshi einfach einen Piraten gemacht. Hammeridee! Ich bin aus dem Häuschen, oder besser: ich bin mal eben aufs Häuschen, ich fürchte ich muss brechen...aus lauter Wut über die Format-Entwickler, die dieses Konzept an RTL verkaufen konnten. Wirklich unglaublich phantasievoll.

Ich hab auch ne Konzept-Idee: Ich lade fünf Prominente zu mir ein, dazu kommen noch fünf Leute, die irgendetwas außergwöhnliches können (z.B. einen Ventilator mit der Zunge anhalten)...das nennen wir dann "Wollen wir wetten?", und dann gucken wir mal...

Aber zurück zu "Takeshi's Castle" "Entern oder Kentern". Kurz erklärt, für alle, die es nicht gesehen habe (ich habe es gesehen, weil auch das Hochschulradio angeschrieben wurde, ob wir da nicht teilnehmen wollen...). Es gibt drei Vereine und drei "Prominente", drei Teams also.
Die Promis diesmal waren Axel Schulz (der Boxer, der es geschafft hat, mehr WM-Kämpfe zu verlieren, als er Gehirnzellen hat), Moderatorin Miriam Pielhau, und eine von den dicken, blonden RTL-Moderatoren-Panzern...ich glaube, die von der "Pimp-mein-Garten"-Sendung. Übrigens nichts gegen Miriam Pielhau, die hat mit ihrem Ausschnitt ständig für Lichtblicke in der Sendung gesorgt.

Die Spiele, die die Teams bewältigen mussten, waren sämtlich von Takeshi's Castle abgekupfert, und zwar schlecht. Bei Takeshi's Castle sind die Kandidaten wenigstens mal richtig böse auf die Fresse gefallen...die Japaner wissen halt, worauf es ankommt bei guter Fernsehunterhaltung, obwohl ich auch einmal kurz schmunzeln musste, als der Garten-Panzer von RTL mit dem Gesicht auf einen "Stein" gefallen ist...das war das Spiel, wo man auf Steinen (vielmehr etwas, das so aussah) übers Wasser laufen muss, und manche der Steine sind locker...alles schon gesehen bei Takeshi.

Bereits das erste Spiel war komplett von Takeshi's Castle abgekupfert. Die Kandidaten mussten durch ein Labyrinth rennen und den richtigen Ausgang finden, wenn sie den falschen Ausgang nehmen, fallen sie in den Schlamm...das einzige, worin der Unterschied bestand war, dass es bei RTL Bambus-Vorhänge waren, und bei Takeshi's Castle waren es noch richtige Türen.

Das dritte Spiel. Auch abgeguckt. Die Kandidaten mussten als Fass verkleidet, also mit einem sperrigen Kostüm um sich, an einem Seil eine steile, glitschige Wand hochlaufen, während von oben "Steinkugeln" gerollt werden, die den Kletterer aus dem Gleichgewicht bringen sollen. Bei diesem Spiel durfte der Show-Pirat Götz Otto auch noch nen Kalauer loswerden, der für mich der absolute Höhepunkt der Show war, was aber nur beweist, wie mager diese Sendung war. Der Kalauer ist schnell erzählt: "Das schlägt dem Fass die Hoden aus!"

Übrigens: Als Fässer verkleidet waren auch vorher schon die Promis unterwegs...und weil so lustige, große Kostüme so gut ankommen, mussten sich beim vierten Spiel alle als Kokosnuss verkleiden.

Warum gucke ich das immer noch? Damit ihr es nicht auch tun müsst.

Ach so, beim sechsten Spiel mussten sich die Promis wieder verkleiden...als übergroße Früchte...ich glaube RTL hat einen Überschuss an Verkleidungs-Schneiderinnen für übergroße Kostüme. Oder sie mussten mit den Kostümen sichergehen, dass auch die ganze Moderatoren-Panzerbrigade reinpasst, keine Ahnung.

Das sechste Spiel war auch abgekupfert, man musste durch einen sich drehenden Holzzylinder laufen, wow. Hut ab RTL. Und auch der RTL-Garten-Panzer musste durch die Röhre...und zugegeben, es war sehr witzig wie der Panzer in der Tonne geschleudert wurde - danke RTL - in diesem Moment hatte die Sendung Takeshi's Castle-Qualität. Leider dauerte dieser Moment nur fünf Sekunden, und diese guten fünf Sekunden wurden wieder wettgemacht durch die acht Sekunden Bauarbeiterdekolletee von Kandidat Mario.

Mehr als sechs Spiele habe ich nicht durchgehalten...ich hatte meinen neuen 20-Liter-Kotzeimer voll gemacht...da guck ich doch wirklich lieber Wetten Dass..!

Wie definiert man Korruption?

Wo fängt Bestechung an, wo hört sie auf?

Wenn Volkswagen seinen Geschäftspartnern Reisen ins Ausland inklusive weiblicher "Begleitung" spendiert, spricht man landläufig von Korruption. Der mögliche Geschäftspartner soll durch solche "Aufmerksamkeiten" daran erinnert werden, wie gut die Geschäftsbeziehungen beider Parteien doch sind.

Diese Tasche hat mich ins Grübeln gebracht:

ausschnitt

Alle Professoren und Professorinnen der RWTH Aachen können sich über eine solche Tasche freuen, denn jeder von ihnen bekommt demnächst eine.

Die Tasche bekommen die ProfessorInnen vom Tagungszentrum Eurogress, und zwar soll die Tasche daran erinnern, dass das Eurogress als Kongresszentrum sein Dienstleistungsangebot und seine Qualität beständig weiter ausbaut und vor diesem Hintergrund noch mehr wissenschaftliche Tagungen akquirieren möchte. (RWTH-Pressemitteilung vom 26.06.2007)

Ist das jetzt nicht genauso, als würde Volkswagen zu einem Prostituierten-Urlaub laden? Nein, ist es nicht. Es gab ja schließlich eine Pressemitteilung zur Überreichung des "Präsents", es ist also alles ganz offiziell.
Zudem können die ProfessorInnen ja gar nicht eigenmächtig entscheiden, wo sie ihre Kolloquien abhalten (nebenbei: 95% der Kolloquien im Eurogress richtet die RWTH aus).

Ich zitiere nochmal aus der RWTH-Pressemitteilung, in der das Ziel dieser Aktion klar umrissen ist: Das Eurogress als modernes Tagungszentrum ins Bewusstsein von Kongressausrichtern und –organisatoren zu bringen, ist das Ziel .

Also irgendwie weiß ich jetzt selbst nicht mehr so genau, wo Korruption anfängt. Volkswagen hat doch bestimmt auch die Prostituierten genutzt, um Volkswagen als modernen Geschäftspartner ins Bewusstsein von möglichen Geschäftspartnern zu bringen...
Aber Volkswagen hat keine Pressemitteilung rausgegeben, in der stand, dass sie mehrere leitende Angestellte zu Lustreisen einladen, um so ihr Wohlwollen zu gewinnen.

DAS muss es sein, was die Bestechung vom Werbegeschenk unterscheidet: Die offizielle Pressemitteilung.

Unser Rektor, Univ.-Prof. Dr. Burkhard Rauhut, hat die Tasche übrigens als erster bekommen, und der hat sich auch mächtig gefreut:

ganz1

Ich warte jetzt auf die ersten Pressemitteilungen von Volkswagen á la "Volkswagen schickt jedem Zulieferbetrieb eine Prostituierte, um sich in Erinnerung zu bringen."


P.S. Wenn aus dem Kreis der ProfessorInnen jemand seine Tasche gerne loswerden möchte, der möge sich bitte mit der beat-ritze in Verbindung setzen (kronk@beat-ritze.de)...wir finden schon eine geeignete Verwendung dafür....

Die Original-Pressemitteilung: RWTH-Pressemitteilung-144 (pdf, 139 KB)

Donnerstag, 28. Juni 2007

Alltagsbeobachtungen: An der Lidl-Kasse

Gestern im Lidl meiner Wahl.
Jeder kennt die Situation.

Ich möchte nur drei kleinere Sachen einkaufen, doch an der Kasse steht eine ältere Dame vor mir. Ich sehe auf den ersten Blick, dass sie offenbar gerade den Proviantkauf zur Ausrüstung ihrer ersten Norpol-Expedition hinter sich gebracht hat. Oder wollte sie einfach nur ihre Solidarität mit dem amerikanischen Volk bekunden, indem sie die Twin Towers in ihrem Einkaufswagen nachbildet, erbaut aus Hygienetüchern, Fertiglasagne, 3-lagigem-Öko-Klopapier und Klosteinen? Darüber zu sinnieren ist müßig, denn viel spektakulärer ist das Tempo, in dem sie ihre Expeditionshabseligkeiten auf das Band des jüngsten Gerichts auflegt.
Ich schaue auf die Uhr: 18.39 Uhr. Oha. Das wird aber knapp. Ich zweifle, ob ich es schaffen werde, vor Ladenschluss den Lidl verlassen zu können. Gott sei Dank habe ich kein Eis gekauft (Anfängerfehler, sowas machen nur Stümper!). Während ich mich gerade stumm in mein Schicksal füge und die Zeit nutze, um schonmal das 34. Kapitel meiner Memoiren im Geiste vorzuformulieren und mir mit Grausen ausmale, welche Szenen sich bei der Konsumkünstlerin vor mir abspielen, wenn sie versucht, ihre Rechnung in geschätzter Höhe von 102,78 Euro mit Münzen unterhalb der Ein-Euro-Grenze zu begleichen, dringt dumpf etwas seltsames an mein Ohr:

"Junger Mann, kommen Sie bitte vor!"

Die Kassiererin ordnet das Geschehen und zitiert mich zu sich. An der Dame vorbei.

Es geschehen Zeichen, es geschehen Wunder.

Dienstag, 26. Juni 2007

Mission Accomplished: Endlich berühmt

Wir haben geschafft! Endlich wurden wir in dem Maße geehrt, wie wir es verdient haben:

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