Sonntag, 24. Juni 2007

Entschuldige mich kurz, mir kommt da gerade etwas Kotze hoch....

"Ein, zwei von denen haben guten business sense."

Wenn ich sowas lese, da wird mir echt anders. Da merke ich, wie mir der Hemdkragen von Sekunde zu Sekunde enger wird.

Oben stehender Satz stammt von einer Unternehmensberaterin, die kurz zuvor eine Gruppe Studis probegeritten hat.
Es ist sicherlich ein Vorteil, dass eine breite Öffentlichkeit Notiz davon nimmt, dass die Zeiten des Müßiggangs in studentischen Kreisen spätestens seit der Zeit vorbei sind, in der die letzte Generation der studentischen Müßiggänger die oberen Etagen der bundesdeutschen Bildungspolitik erreicht hat. Da hat der Artikel doch noch etwas Gutes.

Wenn allerdings von einer "pragmatischen Generation" die Rede ist, würde ich das gerne als "desillusionierte Generation" bezeichnen.

Ich studiere ein geisteswissenschaftliches Fach. Kollegen, die fertig sind, berichten, dass sie in ihrem Studium nicht mehr als 3 Veranstaltungen hatten, die wirklich was gebracht haben. Der Rest: Absitzen, in der Liste unterschreiben, ein Stück Papier in Empfang nehmen, auf dem steht, dass sie da waren.

Ich gehöre zu der absolut ausgestorbenen Spezies derer, die sich ausschließlich selbst ernähren. Kein Bafög, kein nichts wandert auf mein Konto, ohne dass ich es erarbeitet hätte. In meinen Veranstaltungen sitze ich dann mit Herrschaften rum, die das Studium als Fortsetzung der Schule betrachten. Und damit haben sie recht. Taschengeld einstreichen, für den Luxus noch 7 Stunden die Woche arbeiten gehen - so lässt es sich studieren.

Wie die Wirklichkeit aussieht: Wer heute studiert, unterzieht sich damit einer Operation am offenen Herzen. Permanent wird am laufenden System herumgedoktort: Erst 800 Euro Gebühren, jetzt 650 Euro "Beitrag zur Finanzierungsgerechtigkeit im Hochschulwesen".
Als Gegenleistung darf ich mich jedes Semester an der Seminar-Lotterie beteiligen. Einfach in das Seminar gehen, das interessiert und zeitlich in den Plan passt? Wo kämen wir hin? Und nicht vergessen: Immer schön alle 6 Monate die 650 Euro überweisen.

Und wenn ich dann dieses Geschwafel von "business sense" lese, da kommt mir nun wirklich der Mock hoch.

Das ist Scheiße. Punkt.

Samstag, 23. Juni 2007

Wetten Dass.. ich kotze!

Mir steckt ein riesiger Haufen Erbrochenes im Hals, und der muss jetzt einfach raus.

Es gibt keine Ausrede, die rechtfertigen würde, an einem Samstagabend „Wetten Dass“ zu schauen, aber es haben mich verschiedene Dinge gezwungen, es doch zu tun. Es soll keine Entschuldigung sein, aber erstens ist Monatsende und das Geld sitzt nicht mehr ganz so locker, zweitens muss ich morgen früh raus, und drittens habe ich keine Freundin, vor der ich entnervt in die Kneipe flüchten müsste, also alles in allem gute Voraussetzungen, um zu Hause zu bleiben und das ZDF einzuschalten, denn das Konkurrenzprogramm sah eher mager aus mit „Let´s Dance“ und „Liebe versetzt Berge – Alpenglühen 2“ (das ist kein Film aus meinem Pornoregal, sondern der Heimatfilm, der in der ARD lief).

Also fand ich mich um 20:15 im ZDF wieder, und die orange Revolution der Fernsehsender hat mich nach Mallorca entführt, ins Coloseo Balear, und ich wurde begrüßt von Thomas Gottschalk im Leichenhemd. Nach ungefähr drei Minuten kam ein Wunsch in mir hoch... es war ja eine Open-Air-Veranstaltung... und ich wünschte mir nichts sehnlicher als einen Wolkenbruch, wie ihn Mallorca seit Jahrzehnten nicht gesehen hatte, das hätte diese Sendung retten können, leider aber wurden meine kühnen Träume nicht erfüllt und es blieb trocken, trocken wie die ganze Sendung, furztrocken halt.

Nach dem Auftakt mit den Superstars Henry Maske und der Boxerin, die gegen den Raab geboxt hat, kam einer der wenigen Glanzpunkte der Sendung, ein junger Mann ist mit seinem Mountainbike über in Reihe gestellte Bierflaschen gefahren ...Gäääääähhhhn...noch langweiliger wäre es nur gewesen, wenn er gar nichts gemacht hätte.
Na ja, aber Gottschalk war begeistert ob dieser zwei-sekündigen Glanzleistung und holte erstmal Enrique Iglesias auf die Bühne. Hammer! Und der durfte dann wetten, ob es ein Schwimmer schafft, eine Kaffeetasse auf der Fußsohle durch ein Schwimmbecken zu transportieren, ohne dass der Kaffee verschüttet wird.....Gäääähhhhn....ich bin dann wieder aufgewacht, als sich Enrique Iglesias auf ein Nagelbett gelegt hatte, ich glaube er hatte die Wette verloren...ob der Typ das mit der Kaffeetasse wohl geschafft hat? Ich werde es wohl nie erfahren - zum Glück - ich hoffe er ist noch immer in dem Schwimmbecken...auf dem Grund, mit einer Kaffeetasse aus Beton am Fuß.

Dann wurden meine Augen plötzlich groß, da waren zwei Supermodels, die ich noch nie gesehen hatte, aber lecker waren die, und die durften sogar die Frage beantworten, ob der Job als Supermodel noch Spaß macht. An dieser Stelle schönen Dank an die „Wetten Dass“-Redaktion für die glänzende Vorbereitung dieser Sendung. Aber die beiden Supermodels trifft keine Schuld, die haben ihren Job erfüllt, gut aussehen und Schnauze halten.
Weil die Begeisterung gerade überzukochen drohte, holte der Gottschalk den Bohlen auf die Bühne. Der Bohlen war mit seinem neuen Stecher da und hat so getan, als könne er eine Gitarre spielen, und Deutschlands neuer Bohlenstecher hat ein Lied geträllert, aber eigentlich hat er nur die Lippen bewegt, dämlich gegrinst und ins Publikum gewunken. Am Ende hat auch der Bohlen die Lippen bewegt, und aus den Boxen kam die altbekannte Modern-Talking-Eunuchen-Tonlage...in diesem Moment hatte ich einen weiteren Traum. Was würde passieren, wenn es einen Wolkenbruch gäbe, und der Bohlen würde vom Blitz getroffen...es wäre der größte Tag des deutschen Fernsehens geworden, ich hätte richtig Spaß gehabt. Aber war nicht, stattdessen durften der Schwule und der Eunuch noch auf die Couch, und da gehören die auch hin!

Dann kam die Kinderwette, tja Titten und Kinder gehen halt immer, und so hat sich ein kleiner Schwabe (oder Bade, was weiß ich) in einem Türrahmen klemmend umgezogen, wahnsinnig spannend. Als ich wieder aufgewacht bin standen die Fantastischen Vier zu sechst in einer Telefonzelle.
Nach den Fantastischen Vier kamen wieder die unschlagbaren Zwei, also der Maske und die Boxerin, die gegen den Raab geboxt hat. Nochmal schönen Dank an die Redaktion für ihre wahnwitzigen Ideen...die beiden kamen als typische deutsche Malle-Klischee-Touristen verkleidet zurück auf die Bühne. Da dachte ich so bei mir...ach guck, das is ja mal was ganz Neues, einfach mal als Touris verkleiden, sogar mit Plauze und Socken in den Sandalen, einfach Wahnsinn! Leider haben die Boxer es geschafft auch diesen Auftritt zu versauen, indem sie versuchten sich wie deutsche Touris zu benehmen, sie wollten wohl lustig sein, aber irgendwie schämte man sich ein bisschen, dass die beiden noch weitaus kleingeistiger sind als der Ottonormaltourist. Aber man muss sich auch nicht wundern, wenn man sein Leben lang damit verbracht hat möglichst wenige Schläge an den Kopf zu bekommen.
Nächster Programmpunkt war eine Wette mit Chinesen und einem Regal, die ich aber aufgrund einer viel zu langen Anmoderation leider verschlafen habe. Deswegen habe ich auch den Auftritt von Jon Bon Jovi verpasst, aber zu meinem Unglück hab ich nicht verpasst wie Barbara „Monstermöpse“ Schöneberger und Roberto „Perlweiss“ Blanco den Stall eines Stieres ausmisten mussten.

Bei der letzten Wette, die später auch zum Wettkönig gewählt wurde, habe ich mich gefragt, ob ich wohl auch mit der Wette antreten kann, dass ich 20 Salzstangen in einer Minute essen kann, und das ist nicht einfach. Aber sicherlich wäre das Essen von 20 Salzstangen anspruchsvoller gewesen als die Kindergartenwette, die Wettkönig wurde. Da hat doch tatsächlich jemand mit der Zunge Ventilatoren angehalten. Wahnsinn! Ehrlich! Wie ist der da nur drauf gekommen? Durch die zahlreichen Youtube-Videos vielleicht? Oder einfach, weil er sich erinnerte, wie sein kleiner Bruder an seinem fünften Geburtstag dasselbe getan hat. Auf jeden Fall ist er jetzt 5000,- Euro reicher als ich. Die Welt ist eben doch nur ein großer Haufen Scheiße.

Kurz bevor die Sendung zu Ende war, erwähnte Moderator Gottschalk, dass es ja diesmal keine Stadtwette gäbe, und indem Moment ist mir aufgefallen, dass ich ein Element von „Wetten Dass“ vermisst hatte. Oder wie heißt das, wenn man sich wünscht etwas wäre ganz weit weg und würde nie wieder kommen?

Zum Glück kam dann aber Boxen in der ARD.

Wer will eine Regendusche kaufen?

Richtig: Keiner!

Im Sommer 2007 ist sowas zumindest in Deutschland nicht nötig.

Kann das vielleicht mal jemand dem Tchibo-Marketing-Duschmann sagen?

Danke.

Freitag, 22. Juni 2007

Suchbild: Wo sind die Fehler?

Es waren nicht viele Zeilen, die der WDR-Videotext-HiWi heute einhacken musste. Aber doch hat er es geschafft, eine zumindest holprige bis unfreiwillig komische Formulierung zu kreieren und dazu noch einen erschreckenden Fehler einzubauen. Aber wichtig ist ohnehin: Er muss das mit dieser komischen Sprache nicht so genau können, er darf nur nicht im 13. Semester sein (kleine Spitze!).

Wer sie findet, bekommt den goldenen "Rettet-den-WDR"-Orden am Bande!

Mittwoch, 20. Juni 2007

Medienkritik, wie sie besser nicht sein kann!

Eigentlich wollte ich selber auch schon lange etwas über diese Inflation der Doku-Soaps bei den privaten Bullshit-Sendern schreiben.
Ich meine diese Auswurf-Formate, in der dumme, nervtötende, aber dennoch bekannte Menschen in einem Akt der maßlosen Selbstüberschätzung ausführlichst aus ihrem restlos bedeutungslosen Leben berichten, als gäbe es nichts wichtigeres.

Ich wollte etwas darüber schreiben. Aber jetzt hat Reinhard Mohr das im Spiegel getan. Großartig! Lesen!

Da trete ich huldvoll schweigend zurück.

Dienstag, 19. Juni 2007

Cheeseburger-Milchshake

Manchmal fragen wir uns: "Was machen wir eigentlich hier?" So war es auch heute wieder. Vor zwei Wochen haben wir aus den aktuellen Ausgaben der BRAVO und der POPCORN berichtet. In der BRAVO war ein Cheeseburger-Gutschein...und was macht man, wenn man schon mal was umsonst bekommt? Richtig, einem geschenkten Pferd und so weiter. Aber wir wollten wissen, ob man aus einem Cheeseburger nicht auch einen leckeren Milchshake machen kann. Die Betonung liegt auf lecker, denn dass man einen Milchshake aus einem Cheeseburger machen kann, daran haben wir nie gezweifelt...und heute haben wir es probiert...schön das Studio mit Zeitung ausgelegt, man weiß ja nie...die Zutaten für DAS Rezept des Sommers seht ihr hier:

Zutaten

Ab mit dem ganzen in den Mixer, dann sieht das so aus:

Strom aus

Und dann nur noch alles kräftig mixen, einen tiefen Schluck nehmen, und dann ab dafür...wir hatten extra einen Notar in der Sendung, Thorsten Hoffmann ist unser Zeuge, wir haben es uns reingezogen...hier der Ausschnitt aus der Sendung:




Der Cheeseburger-Milchshake (2:50)


Übrigens: Alle die den Internet Explorer benutzen können diesen Ausschnitt nicht hören...und zwar zu Recht!

Sonntag, 17. Juni 2007

Ihr Schweine!

Wie pervers muss man eigentlich sein?
Wieviel Zeit muss man haben, um bei google nach Begriffen wie Nackedei zu suchen? Seit wir den Artikel mit der Überschrift BRAVO Nackedei veröffentlicht haben sind 25% der Besucher unserer Seite über den Suchbegriff Nackedei zu uns gelangt. Das ist jeder vierte! Aber uns ist das nur Recht, also: Herzlich Willkommen, liebe Wichser!
Übrigens gibt es noch andere versaute Besucher, die uns aufgrund ihrer perversen Phantasien bei google finden...gut, wer nach geile ritze sucht, der findet ja auch die geile beat-ritze, aber wer nach taschenmuschi video sucht, der hat entweder riesige Langeweile, oder er hat kein Bock mehr mit den Händen zu wichsen!?
Wir sind jetzt übrigens sehr gespannt, wieviele Perverse wir auf unserer Seite begrüßen dürfen, die nach "wichsen" gesucht haben...

Freitag, 15. Juni 2007

Der Alemannia-Hacker dreht durch

Ganz Aachen fragt sich: Wer ist der Alemannia-Hacker?

Die beat-ritze weiß es. Und wird es weiter unten verraten. Zuerst enthüllen wir den neusten Coup des Alemannia-Hackers:

Strom aus

Gleich drei Rechner auf einen Schlag hat der Alemannia-Hacker geschrottet.

Aber wer ist es denn jetzt? Es ist wie so oft: Ein ehemaliger Angestellter lässt seinen Frust raus, dass er jetzt in der hässlichsten Stadt Deutschlands arbeiten muss.
Hier ist der Knilch:



Wir bleiben dran.

Montag, 11. Juni 2007

Was ist denn bei der Alemannia los?

Kommt Guido Buchwald jetzt?
Oder kommt er nicht?

Die Trainersuche zieht sich wie Kaugummi. Und was entdeckt die beat-ritze da eben?

Screenshot www.alemannia-aachen.de vom 11. Juni 2007 20:55 Uhr

Screenshot: www.alemannia-aachen.de, 11. Juni 2007, 20.55 Uhr

Wer es nicht lesen kann: Einfach mal drauf klicken. Man beachte das Datum!

Diese Seite ist übrigens auf der Alemannia-Seite nicht verlinkt. Ein findiger User des inoffiziellen Fan-Forums hat diese Information zufällig entdeckt. Ob Buchwald also kommt, ist fraglich. Vielleicht lauert unter einer anderen News-ID ja die Meldung, dass er nicht kommt?

Was lernen wir daraus: Pressemitteilungen mit Sperrfrist niemals, ich wiederhole: NIEMALS auf eine Seite setzen.

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